Mother and young daughter talking in a park, close up

Pädagogik-Newsletter April 2020

Schön, dass Sie in meinen Newsletter schauen! Heute zu dem Thema: 

Fehler gegenüber Kinder eingestehen

Wenn wir ehrlich sind, ist es schon schwer genug, sich selbst  einzugestehen, dass man sich in einer bestimmten Situation vielleicht falsch verhalten hat. Das vor anderen zuzugeben, ist noch schwieriger – aber einem Kind gegenüber Fehler zuzugeben, ist vermutlich die Königsdisziplin. Immerhin sind wir doch die Große, die alles besser wissen, besser können. Zumindest vermitteln wir das den Kindern ganz gerne. Wir wissen Rat, wir wissen, was wie zu tun ist. Wir befürchten, das Ansehen der Kinder zu verlieren, wenn wir Fehler machen und diese zugeben. Angst, dass sie uns schwach erscheinen lassen und man uns irgendwann nicht mehr ernst nimmt. Dass offen kommunizierte Irrtümer zu Aussagen wie „Die/der hat ja eh keine Ahnung!“ führen. 

Dabei ist auch das eine Sache des Blickwinkels. Wir sind alle nur Menschen, zu irren, das ist wohl das Menschlichste überhaupt. Was wir manchmal vergessen, ist, dass Kinder sich viel von uns abschauen. Sie lernen viel „am Modell“, also durch Nachahmung. Wir wissen alle um unsere Vorbildfunktion, aber verhalten wir uns auch immer so, wie wir es uns von einem Vorbild vorstellen und erhoffen würden? 

Glaubhaft zu sein – das ist natürlich ein sehr wichtiges Thema im Bezug auf Kinder, nicht nur für Eltern, sondern auch für pädagogische Fachkräfte. Manchmal hoffen wir, dass Kinder nicht mitbekommen, dass wir eine falsche Info herausgegeben haben, eine falsche Antwort, eine fehlerhafte Begründung, ohne wirklich darüber nachzudenken. Aber was genau denkt ein Kind, wenn wir uns von unserer menschlichsten Seite zeigen, vor ihm stehen und sagen: „Ich habe mich geirrt. Es ist gar nicht so, dass…“ oder „Das ist eine gute Frage, aber ich kann sie dir gerade gar nicht beantworten, ich weiß die Antwort auch nicht! Lass uns doch nachher mal gemeinsam nachschlagen, was meinst du?“ 

Folgende zwei exemplarische Antworten bekam ich, als ich in der Grundschule meine Schulklasse fragte, was sie darüber denken, dass ich ihnen etwas falsch erklärt hatte (es war mir wirklich etwas unangenehm, das zuzugeben): „Ich find` das lustig. Ich mache ja in Mathe auch manchmal Fehler und Frau Paul auch – das ist lustig.“; „Auch du kannst ja nicht immer alles wissen! Dafür kannst du ja toll basteln zum Beispiel.“

Letztendlich zeigen wir Kindern dadurch nur, dass es ganz normal ist, sich zu irren. Durch schulische Leistungsüberprüfungen wie Tests werden Kinder regelmäßig daran erinnert, wie oft sie sich noch irren und was sie alles noch lernen müssen – wie deprimierend wäre es für sie, wenn Erwachsene da wirklich ausnahmslos immer richtig liegen würden und alles könnten. Das würde den Druck, immer perfekt sein zu müssen, enorm erhöhen bei Kindern. 

Auch falsches Verhalten zuzugeben, muss erst gelernt werden. Wir geben Kindern nur ein gutes Beispiel vor, an dem sie sich orientieren können, wenn wir uns entschuldigen – beispielsweise für ein unpassendes Verhalten in einer gewissen Situation. 

Hilfreiche Phrasen zu dem Thema könnten sein: 

„Ich möchte mich bei dir/euch entschuldigen. Ich habe gemerkt, dass ich vorhin ziemlich laut wurde, das war nicht richtig von mir. Ich hätte lieber … machen sollen, aber manchmal mache auch ich Fehler.“ 

„Deine/eure Frage von gestern hat mir gestern Abend gar keine Ruhe gelassen, ich habe noch mal nachgeschaut und mich erkundigt und ich habe dir/euch leider eine falsche Info gegeben. Tatsächlich ist es so, dass ….“

Wenn ich Ihnen damit einige Punkte nennen konnte, über die es sich nachzudenken lohnt, dann freut mich das sehr! 

Übrigens: Mehr zum Thema Bindung in der Grundschule erfahren Sie in meinem Seminar „Grundschulkinder – Bindung aktiv gestalten“, schauen Sie doch mal rein!

Als gelernte Erzieherin und Dozentin für den Bereich Pädagogik und Familie in der Paul & Paula Akademie bin ich immer auf der Suche nach aktuellen Themen aus dem Bereich, die für Eltern und pädagogische Fachkräfte interessant sein könnten. Wenn Ihnen ein Thema einfällt, zu dem Sie gerne etwas lesen wollen würden, schreiben Sie mir gerne!

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Pädagogik-Newsletter März 2020

Schön, dass Sie in meinen Newsletter schauen! Heute zu dem Thema: 

Was tun, wenn mein jugendliches Kind nicht mehr mit mir redet?

Wenn Sie zuhause eine/n Jugendliche/n haben, dann kommt Ihnen vielleicht folgende Situation bekannt vor: Sie haben endlich mal eine Stunde Zeit für Ihr Kind, um sich so richtig ausgiebig mit ihm zu unterhalten, all die Dinge zu besprechen, zu denen sonst immer nur zwischen Tür und Angel Zeit war. Sie lächeln Ihr Kind an und fangen erwartungsvoll an: „Na? Wie war dein Tag?“ „Gut.“ Gut, das ist vielleicht nicht die Antwort, an die Sie gedacht haben, aber was soll´s. Sie probieren es weiter: „Das freut mich! Wie geht es… (einem Freund oder einer Freundin des Kindes)?“ „Auch gut…“ „Ist alles okay bei dir?“ Jetzt, mit leicht genervtem Unterton, kommt die Antwort: „Ja, passt schon. Ich bin dann in meinem Zimmer!“ Zack. Und da stehen Sie und fragen sich, seit wann genau Ihr Kind nicht mehr mit Ihnen reden will. Seit wann es ihm kein Bedürfnis mehr zu sein scheint, sich Ihnen mitzuteilen. Mal ganz abgesehen davon, dass man Sie schon gar nicht erst fragt, wie vielleicht Ihr Tag war. Also: Was tun Sie jetzt? 

Hilfe, mein Kind will nicht mehr mit mir reden. 

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Jugendliche während der Pubertät ihren Eltern gegenüber zurückziehen. Sie sind so mit sich beschäftigt, dass gar keine Kapazität mehr vorhanden ist, um sich auf tiefgreifende Gespräche im Alltag einzulassen, noch dazu mit den Eltern. 

Der Fehler vieler Eltern besteht darin, das persönlich zu nehmen. 

„Wenn er/sie mehr Taschengeld möchte, dann bin ich auf einmal wieder gut genug!“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Was also geht in dem Kopf Ihres Kindes vor? Sind es Desinteresse, Abneigung oder Verachtung, die zu dem Verhalten führen? 

Tatsächlich ist es höchstwahrscheinlich nichts davon. Eltern spielen für Jugendliche eine wichtige Rolle, auch wenn sie das nie zugeben würden vor anderen. Sie als Eltern hatten viele Jahre Zeit, um eine sehr enge Bindung zu Ihrem Kind aufzubauen und es maßgeblich zu prägen. Sie haben noch immer großen Einfluss auf Ihr Kind – nachweislich sind die Eltern Ansprechpartner Nr. 1, wenn es darum geht, die berufliche Zukunft oder gesellschaftliche und grundlegende Dinge wie Wertvorstellungen zu diskutieren oder zu besprechen. Viele Bereiche, die Sie die Jahre zuvor zusätzlich mit Ihrem Wissen abdeckten, werden jetzt von der Peergroup der Jugendlichen übernommen – und das ist völlig in Ordnung und sogar unabdingbar für die Entwicklung des Jugendlichen und die Bewältigung einiger spezieller Entwicklungsaufgaben, denen Jugendliche ausgesetzt sind. 

Jetzt aber zurück zu der Situation. Sie fühlen sich hilflos, traurig, nicht mehr gebraucht? Gut, wenn Sie das so genau benennen können! Die Eltern zu verletzen, das tun die wenigsten Teenager bewusst, wenn sich nicht gerade eine riesige Eskalation innerhalb der Familie anbahnt. 

Die Lösung heißt: Sagen Sie es ihm/ihr! Tatsächlich denken wir fast nie darüber nach, wie in die Enge treibend es manchmal vielleicht wirken kann, wenn man mit einer Frage nach der anderen konfrontiert wird. Das kann leicht Stress auslösen und den Drang, das Weite zu suchen. Besser: Reden Sie von sich! Auch über Ihre Gefühle. Wichtig: Ohne dabei eine indirekte Schuldzuweisung zu tätigen („Vorhin warst du so kurz angebunden und jetzt fühle ich mich miserabel“). 

Während der Pubertät ändert sich das Verhältnis von Ihnen zu Ihrem Kind und ebenso der Umgang miteinander. Am Ende der Pubertät kann es nur das Ziel sein, sich auf Augenhöhe zu begegnen – und das entwickelt sich langsam. Wenn Ihr Kind also gerade nicht mit Ihnen reden will, dann erzählen Sie halt! Erzählen Sie von Ihrem Tag, von dem, was Sie gerade bewegt, wie Sich sich fühlen etc. Das symbolisiert dem Teenager gleichzeitig, dass Sie die Nähe schätzen, auch wenn vielleicht vor allem Sie reden. Es zeigt außerdem die Änderung des Umgangs miteinander. Der/die Jugendliche muss sich nicht erklären oder rechtfertigen, Sie erzählen ihm/ihr einfach so etwas, vielleicht sogar, um einfach zu wissen, was er/sie darüber denkt. 

Wenn ich Ihnen damit einige Punkte nennen konnte, über die es sich nachzudenken lohnt, dann freut mich das sehr! 

Mehr zum Thema Pubertät erfahren Sie übrigens in meinem Seminar „Generationskonflikte – Pubertier vs. Vollzeitspießer“. Schauen Sie doch mal rein! 

Als gelernte Erzieherin und Dozentin für den Bereich Pädagogik und Familie in der Paul & Paula Akademie bin ich immer auf der Suche nach aktuellen Themen aus dem Bereich, die für Eltern und pädagogische Fachkräfte interessant sein könnten. Wenn Ihnen ein Thema einfällt, zu dem Sie gerne etwas lesen wollen würden, schreiben Sie mir gerne!

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Jeden Monat am 10. erscheint ein neuer Newsletter – melden Sie sich heute noch an (siehe weiter unten auf der Seite)!

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Erfolgreiche Kommunikation in der Beziehung – Tipps für Fortgeschrittene

Herzliche Grüße aus Berlin und willkommen in der Welt der Beziehungsfragen!

Für alle die, die meine letzten Tipps mit einem Lächeln gelesen haben und sich gefreut haben, all das bereits umzusetzen, kommen hier einige Tipps zur Verbesserung der Kommunikation, die mehr geübt sein wollen. 

Die sieben Profi-Tipps für gelingende Kommunikation:

  1. Klarheit in der Kommunikation

Es erfordert viel Voraussicht, diesen Tipp umzusetzen – hierbei geht es nämlich darum, schon vor dem Gespräch zu wissen, was man erreichen möchte. Wie möchte man sich danach fühlen, wie möchte man, dass sich der Gegenüber fühlt? Was soll Ziel des Gesprächs sein? Wenn du diese Fragen im Vorhinein für dich beantworten kannst, wird es dir wesentlich leichter fallen, den roten Faden während der Unterhaltung nicht zu verlieren und strukturiert vorzugehen.

2. Achte auf deine Sprache!

Wir reden oftmals so, wie es gerade kommt, ohne groß darüber nachzudenken. Das kann teilweise jedoch schnell dazu führen, dass wir jemanden unbeabsichtigt verletzen – durch unsere Wortwohl, unsere Formulierungen. Solltest du das Gefühl haben, dass du hierbei noch etwas Übung und konkrete Methoden an die Hand brauchst – wie z.B. die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg -, dann ist mein Seminar „Wir müssen reden! – Kommunikation in der Partnerschaft (B01)“ vielleicht genau das Richtige für dich.

3. Fragen, Fragen, Fragen

Irgendwann glauben wir, den Gegenüber so gut zu kennen, dass wir uns viele Dinge ableiten, ohne nachzufragen – wozu auch? Tatsächlich ist es aber so, dass wir, wenn wir nicht fragen, schnell zu falschen Schlüssen gelangen – und das nur, weil wir irgendwie doch arrogant genug waren, zu glauben, den anderen so gut zu kennen, dass wir nicht mehr nachfragen müssen. Dem kannst du aktiv vorbeugen! Und wer kennt ihn nicht, den Spruch: „Wer nicht fragt, bleibt dumm…“?

4.Grenzen respektieren 

Wer hat sich nicht mal gewünscht, die Gedanken des anderen lesen zu können? Dennoch sollten wir nie vergessen, dass jeder für sich entscheiden darf und muss, wie viel er erzählt. Werde nicht zum „kommunikativen Kontrollfreak“ und poche darauf, alles zu wissen, was deinem Gegenüber gerade im Kopf herumgeistert. Wenn er/sie möchte, wird er/sie es dir schon mitteilen. 

5. Motivation

Wir haben immer das Bedürfnis, uns gut zu fühlen und tun viel dafür, damit es uns in schlechten Phasen schnell besser geht. Klingt egoistisch? Ist es auch! Und das ist grundsätzlich nicht schlecht oder verkehrt. 

Für ein Gespräch bedeutet das aber, vorher zu überlegen, was man eigentlich erreichen möchte. Möchtest du deine Wut an jemandem auslassen? Wenn das so sein sollte, was manchmal absolut normal ist, dann solltest du trotzdem transparent genug zu deinem Partner/deiner Partnerin sein: „Du, ich bin gerade so geladen, ich muss das jetzt mal rauslassen. Ist das ok für dich?“ Eine Grenze sollte dort anfangen, wo du andere verletzt, nur, um dich in dem Moment besser zu fühlen. 

6. Auch mal nichts sagen

Gerade wenn wir emotional aufgewühlt sind, neigen wir dazu, Sachen zu sagen, ohne groß darüber nachzudenken. Denke aber immer daran: Was du einmal gesagt hast, kannst du nicht zurücknehmen. Manchmal ist es vielleicht besser, sich einen Moment lang zu beherrschen und sich etwas zu verkneifen, bevor man es im Nachhinein bereut. 

7. Mindset/innere Haltung

Wenn du bis hierhin interessiert gelesen hast, ist das schon mal ein gutes Zeichen für deine innere Haltung gegenüber deinem Partner/deiner Partnerin. Du musst zuerst die Bereitschaft haben, etwas verändern, verbessern zu wollen – sonst helfen die besten Tipps nicht. Bedenke also zum Beispiel vor einem klärenden Gespräch, ob du wirklich Lust hast, jetzt eine konstruktive Lösung zu finden – falls nicht, solltest du das Gespräch unbedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. 

Solltest du dazu oder generell Fragen an mich haben, kannst du mich gerne kontaktieren. Gerne kannst du ein 20-minütiges kostenloses Erstgespräch mit mir vereinbaren, in dem wir schauen, wie wir dich und deine Partnerschaft voranbringen können. Ich biete nämlich neben meinen Seminaren, die sich allesamt um den Themenkomplex Beziehung drehen, auch Paar- und Beziehungscoachings an – jeweils möglich als Einzel- oder richtiges Paarcoaching, bei dem beide Partner zu mir kommen. 

Wenn du mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchtest, dann besuche doch gerne mein Instagram-Profil, ich würde mich freuen!

Also: Gib nicht auf, stetig an deiner Kommunikation zu arbeiten – es lohnt sich!

Mit besten Wünschen für beziehungsvolle Tage

Deine Sandra Paul

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Erfolgreiche Kommunikation in der Beziehung – die Basics

Herzliche Grüße aus Berlin und willkommen in der Welt der Beziehungsfragen!

Es ist nichts Neues, dass die richtige Kommunikation in der Partnerschaft das A und O ist – ohne funktionierende Absprachen, das gesittete Reden über mögliche Baustellen und Probleme, ohne das Finden gemeinsamer Kompromisse, ohne den richtigen mündlichen „Draht“ zueinander ist es mit einer Beziehung nicht weit her. Leider führt andauernde dysfunktionale Kommunikation zwischen einander immer wieder zu Trennungen oder großen Krisen – dabei gibt es paar Dinge, die du sofort beachten kannst!

Die sieben Basics einer guten Kommunikation:

  1. Ich-Botschaften nutzen

Wir neigen dazu, Fehler bei allen anderen, nur nicht bei uns zu suchen. Umso leichter kommen uns Sätze wie „Du musst ja immer…“ oder „Du hast ja auch…“ über die Lippen. Dadurch bewirken wir jedoch nur, dass sich unser Gegenüber automatisch und von vornherein angegriffen fühlt. Besser: Davon reden, wie es dir dabei geht: „Ich habe mich nicht gesehen gefühlt, als…“ 

2. Die Vergangenheit nicht zum Dauerthema machen

Auch wenn man es ständig hört – lebe lieber im Hier und Jetzt – hier gibt es schon genug Herausforderungen, dazu braucht man nicht noch ständig in der Vergangenheit zu wühlen.

3. Ausreden lassen

Auch wenn du noch so dringend etwas sagen und einwerfen möchtest – jemanden ausreden zu lassen, ist eine Sache des Respekts und der Wertschätzung.

4. Fokus

Während eines Gesprächs mit deinem Partner/deiner Partnerin sollten nicht Handy, PC oder Fernseher im Vordergrund stehen oder dich ablenken. Ausschalten und beiseite legen!

5. Stay positive!

Ja, wir neigen leider auch dazu, zu jammern. Das Wetter ist wieder mal sooo schlecht. Aber versuche doch mal, Folgendes zu sehen: Auch wenn das Wetter schlecht war, bist du trotzdem eine Runde joggen gewesen! Versuche, auch beim Kommunizieren nach Möglichkeit nicht immer nur das Negative in den Fokus zu lenken.

6. Sachlich bleiben

Es klingt so leicht, ist aber so schwierig: sachlich bleiben. Da wir den anderen so nah wie kaum jemanden sonst an uns heranlassen, sind natürlich sehr viele Emotionen involviert, egal, worum es geht. Logisch, dass uns dieser Mensch besonders schnell in Rage bringen kann – das funktioniert im Positiven ebenso wie im Negativen. Dennoch: Etwas, das aus den überkochenden Emotionen heraus gesagt wurde, kann im Nachhinein nicht wieder ungesagt gemacht werden. Wenn du merkst, dass du zu emotional geladen bist, um dich möglichst sachlich und fair zu unterhalten, solltest du die Situation für einige Minuten verlassen. Unterbrechen ist besser, als Dinge zu sagen, die du im Nachhinein bereust!

7. Eigene Probleme nicht an dem anderen auslassen 

Jeder hat mal einen schlechten Tag und neigt dazu, schneller als sonst aus der Haut zu fahren. Was hilft, ist eine kurze Ankündigung: „Du, ich hatte einen wirklich stressigen Tag heute. Bitte sei nicht sauer, falls ich etwas gereizt sein sollte, ich gebe mir Mühe, es nicht so auszustrahlen.“

Das ist fair und dein Gegenüber kann sich darauf einstellen und sich an dich und deine Stimmungslage anpassen.

Schon der Philosoph Friedrich Nitsche verglich die Ehe mit einem lebenslangen Gespräch. Damit eine Partnerschaft aber auch ein Leben langt hält, ist es wichtig, sich bewusst Mühe zu geben – und zwar nicht zuletzt beim Reden und Kommunizieren. Völlig egal, wie schlecht es uns geht oder wie aufgebracht wir gerade sind – wir sollten nie aus den Augen verlieren, mit wem wir gerade sprechen – nämlich mit einer Person, die uns sehr am Herzen liegt und der wir keineswegs wehtun oder ihr ein schlechtes Gefühl bereiten wollen.

Solltest du dazu oder generell Fragen an mich haben, kannst du mich gerne kontaktieren. Gerne kannst du ein 20-minütiges kostenloses Erstgespräch mit mir vereinbaren, in dem wir schauen, wie wir dich und deine Partnerschaft voranbringen können. Ich biete nämlich neben meinen Seminaren, die sich allesamt um den Themenkomplex Beziehung drehen, auch Paar- und Beziehungscoachings an – jeweils möglich als Einzel- oder richtiges Paarcoaching, bei dem beide Partner zu mir kommen. 

Wenn du mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchtest, dann besuche doch gerne mein Instagram-Profil, ich würde mich freuen!

Also: Fange am besten heute noch an, bewusst darauf zu achten, wie du kommunizierst – nur so kannst du deine Kommunikation Stück für Stück verbessern!

Mit besten Wünschen für beziehungsvolle Tage

Deine Sandra Paul